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23. Dezember 2009, 00:58 Uhr, arjuna

2009 - 2010

remember woodstock 1969

...nach einem jahrzehnt,
dominiert von ängstlicher stagnation
wünsche ich uns allen
den furchtlosen aufbruch
zu neuen horizonten...

  3 Kommentare

16. Februar 2008, 02:25 Uhr, arjuna

hinter der sonne, hinter dem licht

so ist die zeit vergangen…
und freunde und sterne, sie fallen,
meine seele spiegelt düsteren mond im wasser…
dunkelheit umgibt meine gedanken…
ein gefühl von sterben, vergehen, zerfall…

hey todesengel!
mit leuchtenden augen
und hellen locken
erscheint dein bild
als spiegel der zeit…
nimm mich mit!
im morgengrauen,
aus nebel geformt,
im licht zerfallen…
und unsere blicke
vereinen sich ausserhalb der zeit,
wenn der tag, wenn ein neuer tag beginnt…

hey freund,
so fein die grenze zwischen uns…
der nebel, aufgelöst im licht
deiner leuchtenden augen!
sie erzählen
von dingen hinter der sonne,
hinter dem licht!

hey bruder,
reissen wir nieder,
alles, was zwischen uns liegt!
werden wir eins und lösen uns auf,
durchschreiten den spiegel
und drehen uns weiter im kaleidoskop…
nichts mit bestand, nichts das man halten kann,
hinter der sonne, hinter dem licht…

  1 Kommentar

03. Februar 2008, 14:24 Uhr, arjuna

eisblumenlicht

so hast du mich
verlassen,
mit einem glitzern
im blick:
ein haus in der wüste
zu bauen,
fern all
dem leben
in hektik
und tödlichem stress!
gelächelt,
mit einer locke
seines goldenen haars
in der hand,
einer geschichte
auf samtenen lippen,
von leben auf strassen
am fluss -
ein weiter weg…
der winter kommt
über new york
und deine lippen -
hinter
eisblumenscheiben
in
dämmerndem tag.
der wind,
dein schönes haar
durch das gesicht…
dann am morgen
als die erinnerung
verblasst,
zu abstrakter
bild gewordener
welt…
kehrst du
zurück
in gedanken,
zu dieser nacht
und der dämmerung
danach
und das eisblumenlicht
in den augen …
der tag
streicht
dein haar aus dem gesicht,
mit einem lächeln
im wind…
frei!
frei
für die ewigkeit…


  2 Kommentare

21. Juli 2007, 23:25 Uhr, arjuna

der abgrund

da steht er nun,
am abrund...
mit weit geöffneten augen,
dem blick der wissenden,
schreckensbleich,
erstarrt
ob der wahrheit
seiner selbst.
keine träne weint er,
keinen laut...
er sieht hinaus,
in die welt,
auf dem gipfel
seines daseins
angekommen,
dort, wo der weg
nicht mehr
weiterführt.
ganz oben,
überwältigend,
die weite des seins!
ruhe
durchströmt
seine erschreckte seele,
die ruhe des wissenden.
er wendet den blick
nicht ab,
schaut hin,
sieht die wellen,
hin und zurück,
sieht das leben,
hinein und hinaus,
ein kommen und gehen,
... und
der wind
in seinem haar,
auf seiner dünnen haut,
lässt ihn fühlen,
seine sinne...
rätselhaft und schön!

da steht er nun,
am abgrund...
soll er fallen,
leicht, wie er ist,
getragen vom wind,
am ende der zeit?
hinuntersteigen,
um mensch zu werden?
irdisch, den sinnen verfallen,
zerfallen in zeit und raum?

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24. Februar 2007, 21:05 Uhr, arjuna

rekonvaleszent

auftauchen,
aus tiefe,
dunkelheit und abgründen,
ausserhalb zeit und raum...
zurückkehren aus dem nichts,
aus der formlosigkeit
in die form...
langsames erwachen,
aus körperlosigkeit
zurück in die sinne.
draussen im geist,
(oder war es weit drinn?)
da erinnerte sich mein körper
der kindheit,
der körperlosen freiheit,
fernab von bedürfnissen
und zwang…
und alles war plötzlich so nah…
kein schmerz, keine freude,
kein wollen, kein handeln,
kein glück und keine trauer,
kein bedürfnis und keine enttäuschung,
kein streben, kein kampf,
ein gleiten durch nichts –
und doch war da nicht nichts…

nun tauche ich auf, tauche ein,
komme zurück
in die welt,
zurück zu mir selbst,
wer auch immer das ist?
geschwächt und leer,
allein und frei…

so habe ich fliegen gelernt,
und schweben
und segeln im nichts…
hin und zurück,
ein anderer
zurück in andere welt…

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02. Juli 2006, 13:18 Uhr, arjuna

in der nacht

in der nacht,

als ein licht

den kleinen jungen

mitten

aus seinen düsteren träumen

riss,

ihm tröstend

mit kalten strahlen

über die nackte haut

strich,

feuchte augen

trocknete,

dunklen zellenraum

erhellte...

in dieser nacht

erkannte dieses unschuldige

kind,

dass kein gefängnis

der welt

die freiheit

seiner seele

rauben kann.

auf den strahlen

des mondlichtes

verliess der junge

den engen, kalten raum,

die verzweifelten kritzeleien,

über der pritsche,

den frierenden körper

und fand

draussen - tief

in sich selbst

einen weiten,

unendlich weiten

raum.

frei, wie er nun war...


  4 Kommentare

04. Juli 2005, 15:00 Uhr, arjuna

sandy dennys stimme

ganz durchdrungen
bis oben angefüllt,
durch- und durchwoben,
erfüllt,
in raum -
und zeit
steht still,
atem stockt...
lautlos
fliessen tränen,
perlen durch
den moment,
lösen sich in ihm auf...
weit weg,
in mir drinn?
schleifen bilden
diesen klang,
der heilig scheint,
wahrhaftig und
echt, wie reines gold...
dieser klang einer ewig
vergangenen welt...
begraben,
im morgengrauen,
der geburt
einer neuen epoche.
was bleibt uns,
den kindern?
das echo des aufbruchs?
sandy dennys stimme
immerhin,
echt wie reines gold
und warm,
wie die haut
eines sommermorgens...

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